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Über der Benediktiner-Abtei
Weltenburg erhebt sich ein von der Donau umflossener
Bergsporn. Der Frauenberg mit seinen im Südwesten und
Nordosten fast senkrecht abfallenden Felswänden war in
früheren Epochen ein bevorzugter Siedlungsplatz. In
römischer Zeit bestand im südlichen Teil des Geländes ein
frühkaiserzeitlicher Militärposten sowie von ca. 370 bis ins
5. Jh. ein spätrömisches Kleinkastell; rekonstruierte
Grundmauern. Auf den Fundamenten eines Minervatempels wurde
um 700 die Frauenbergkapelle errichtet. Nachdem das Kloster
am Ufer der Donau gegründet war, erfolgte im 10. Jh.
angesichts der Ungarneinfälle die Errichtung bzw. evtl. der
Ausbau des 12 m hohen und 220 m langen Wolfgangswalls. Er
trennt den Bergsporn vom östlich gelegenen Arzberg ab.
Benannt ist er nach dem heiligen Wolfgang, Patron des
Bistums Regensburg. Da am Südwestende des Walls ein
römisches Tor festgestellt wurde, könnte ein keltischer
Vorgängerbau bestanden haben. |