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Kastell Pfatter-Gmünd |
In Pfatter-Gmünd wurde schon früher ein Stützpunkt
vermutet; erst seit wenigen Jahren ist der Fundplatz
gesichert. Seine Funde setzen mit dem 2. Jh. ein. In
Luftbildern und durch geophysikalische Messungen
konnte ein Doppelgraben
nachgewiesen werden (14). Das Kleinkastell von über 0,4 ha
liegt vermutlich
an einem alten Donauübergang unweit der Donau Südstraße. In
der nicht von einem modernen Donauhochwasserdamm
überlagerten Restfläche zeichnen sich in
Magnetometermessungen steinerne Innengebäude und Reste von
Holzbebauung sowie verbrannte Strukturen ab. Außerhalb lässt
sich an drei Seiten ein vicus erkennen. Dort hatten sich
anscheinend
auch Veteranen niedergelassen, wie mehrere
Militärdiplomfragmente aus der ersten Hälfte des 2. Jh.
zeigen. Ein Münzschatzfund von einer nahe gelegenen
mutmaßlichen villa rustica weist auf Gefahren für die
Bewohner und vielleicht auch die Kleinkastellbesatzung im
späten 3. Jh. hin. Die Münzreihe aus Pfatter reicht bis in
das 4. Jh. und bezeugt damit eine Nutzung des Platzes in der
Spätantike.

Geo:
http://wikimapia.org
Quelle:
http://www.limes-oesterreich.at
DER DONAULIMES IN BAYERN Wolfgang
Czysz, Andrea Faber, Christof Flügel und C. Sebastian Sommer
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